Die Arve

Besser leben mit Arvenholz

Aromatische Wohlfühlmöbel

Wohnen heisst sich wohl fühlen – mit einzigartiger und natürlicher Einrichtung.
Unsere schönen Arvenmöbel schaffen in jeder Wohnung die natürliche Atmosphäre. Beim Betrachten, Anfühlen oder Riechen dieser massiven Hölzer fühlt man sich unvermittelt in die märchenhaften, ursprünglichen Landschaften ihrer Herkunft versetzt.

Gesundheitscheck mit Arve

Arvenholz fördert das Wohlefinden

Unsere Arvenholz-Produkte basieren auf wissenschaftlichen Untersuchungen die bestätigen, dass sich das Arvenholz positiv auf das menschliche Wohlbefinden auswirkt. Wohnen mit Arvenholz erspart durchschnittlich 3500 Herzschläge oder eine Stunde Herzarbeit pro Tag! Was in den Bergen schon seit vielen Jahrhunderten als gesichertes Wissen galt, wurde nun auch von der modernen Wissenschaft bestätigt: Das Holz der Arve, der «Königin der Alpen», hat sowohl auf die Belastungs-, als auch auf die Erholungsfähigkeit des Menschen äusserst positive Auswirkungen! Der herrliche Arvengeruch beruhigt zudem durch seine ätherischen Öle und sorgt für einen erholsamen Schlaf. Ebenfalls wissenschaftlich belegt ist die Tatsache, dass in einem Arvenzimmer nahezu keine Wetterfühligkeit auftritt. Trotz Luftdruckänderung bleibt der Kreislauf stabil. Arvenholz hat ausserdem eine extrem bakterienhemmende Wirkung – bekannte Schädlinge wie beispielsweise Motten meiden das wunderbar duftende Holz.

Wissenschaftlich bestätigt durch Univ. Prof. Dr. Maximilian Moser, JOANNEUM RESEARCH

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Evaluation: Auswirkungen eines Arvenholzumfeldes auf Kreislauf, Schlaf und vegetative Regulation

Arvenholz tut gut

Um von diesem Effekt zu profitieren, müssen Sie aber nicht Ihre ganze Wohnung mit Arvenholz verkleiden. Schon einzelne Möbelstücke wirken sich positiv auf die Gesundheit aus. Besonders ein Arvenholzbett verbessert den Schlaf messbar. Am Tag danach schlägt das Herz langsamer und erspart sich damit ca. 1 Stunde Arbeit pro Tag. Auch Milben halten sich dank Pinosylvin von Arvenholzbetten fern. Genauso wie Motten von Arvenschrank.

Der gesunde Duft von Bäumen

Ein Waldspaziergang tut nicht nur der Psyche gut, ­sondern auch dem Körper. Das zeigen neue ­Studien. Gesund sind vor allem Arvenbäume und -hölzer.

Kein Lärm von Strassen oder Baustellen, nur Bäume und das Gezwitscher der Vögel – ein Waldspaziergang tut gut! Doch das ist nicht alles: Bäume geben Substanzen an die Luft ab, die wie Medikamente wirken. Das zeigen neue Studien.

Amerikanische Forscher fanden in der Luft von kalifornischen Nadelholzwäldern 120 verschiedene Stoffe, die dem menschlichen Körper guttun können. Im Fokus haben die Forscher die Terpene – Bestandteile der äthe­rischen Öle.

Nadelhölzer, aber auch Buchen und Eichen produzieren sie als Schutz vor Insekten und geben sie über Blätter und Nadeln in ­grossen Mengen an die Luft ab – bis zu 4 Tonnen pro Quadratkilometer Wald und Jahr. Nicht nur lebende Bäume, auch das zersägte Holz gibt diese Verbindungen ab. Versuche zeigen, dass ...

Gesundheits-Tipp Ktipp 05/2011 von Tobias Frey

Holzöle sind gut fürs Immunsystem

Experimente des Physiologen Maximilian Moser von der medizi­nischen Universität Graz (A) zeigen, dass solche Holzverbindungen auch dem Herz guttun. Moser liess 31 Versuchspersonen über mehrere Wochen in Räumen aus Arvenholz Büroarbeiten verrichten.

Vor- oder nachher arbeiteten sie in einem Zimmer aus Holzimitaten. Das ­Resultat: Die Versuchsper­sonen arbeiteten in den Naturholzräumen messbar ruhiger und konzentrierter. Bereits nach 5 Minuten schlug ihr Herz ruhiger und weniger schnell.

Moser machte ähnliche Expe­rimente mit 52 Schülern. Die Hälfte von ihnen liess er ein Jahr lang in Zimmern unterrichten, die mit Arvenholz ausgekleidet waren. Diese Schülergruppe war ebenfalls ruhiger und konzentrierter, als diejenige, die in Räumen aus Holzimitaten lernte. 

Auch die Herzen der ersten Gruppe mussten weniger Arbeit verrichten: 8600 Herzschläge weniger pro Tag. So oft schlägt das Herz in etwa zwei Stunden. In einer weiteren Studie von ­Moser schliefen Versuchspersonen in Arven- oder Holzimitatbetten. 

Die Schläfer im Arvenbett hatten 3600 Herzschläge weniger pro Tag, fühlten sich ausgeruhter und deshalb auch weniger gestresst. Das waren allerdings nur Pilotversuche, die bedingt aussagekräftig sind. Dessen ist sich auch Maximilian Moser bewusst. 

Dennoch sagt er: «All meine bisherigen Studienresultate stimmen überein: Arbeits­räume aus Arve, Fichte und Tanne haben günstige Eigenschaften fürs Herz.» 

Holz in Wohnräumen nicht lackieren

Professor Ernst Zürcher von der Berner Fachhochschule für Architektur, Holz und Bau bestätigt den gesundheitlichen Nutzen von Holz. Für ihn ist aber noch nicht klar, ob es die Terpene allein sind, die so ­gesund sind, oder ob weitere Stoffe oder ­Effekte im Spiel sind. 

So wirke Holz wie ein elektrischer Isolator und lade die Raumluft weniger auf. Beide Experten, Moser wie Zürcher, empfehlen, mit möglichst viel Holz zu wohnen. Das Holz von Innenwänden sollte gar nicht oder nur mit Wachs oder Öl behandelt sein. 

Lack verschliesst die Poren, die gesunden Stoffe können nicht mehr austreten.

Anti-Krebs-Holz - Arvenholz – Pinosylvin – Resveratol und das menschliche Zellenwachstum…

Erleben sie den wohlriechenden Arvenduft in unserer Arvenmöbelausstellung in der Bauarena in Volketswil oder besuchen Sie bei einem feinen Essen das (1) Arvenrestaurant Mövenpick in Zürich. Falls Sie etwas mehr Zeit investieren möchten; lohnt es sich eine Reise nach (2) "St. Moritz - TOP OF THE WORLD" um das Arven-Stuben-Ambiente mit feinen Köstlichkeiten wie zum Beispiel Bündner Pizokels oder Capuns zu geniessen. Für diesen Wohlgeruch sorgt nicht nur die einzigartig gute Küche, sondern auch Pinosylvin. Unbehandeltes Arvenholz dünstet Jahrzehnte lang aus. Pinosylvin schützt die Arve vor Pilzbefall im rauhen Bergklima. Diese keimtötende Substanz ist eng mit Resveratrol verwandt, denen Rotwein seine gesundheitsfördernden Eigenschaften verdankt. Laut (3) US-Studie über Arvenholz und das menschliche Zellwachstum, hemmt Pinosylvin das Wachstum von menschlichen Krebszellen.

Ökonomische Aspekte

Holz ist zurzeit der einzige bedeutende Rohstoff, der in einem vollkommenen Kreislauf genutzt wird. Wenn die Wälder gepflegt und nicht gerodet werden, dann geht der Rohstoff Holz nie aus.

Bekanntlich ist Holz nicht nur Energieträger, sondern in erster Linie ein Rohstoff und Werkstoff. Ein Rohstoff überdies, der auf natürliche Weise nachwächst und ohne grosse technische Verfahren eingesetzt werden kann. Die Umweltfreundlichkeit kann man nicht messen, wie auch der Vergleich mit dem persönlichen Geschmack.

Holz ist Rohstoff, Werkstoff und Brennstoff. Sein Nachwuchs in der Schweiz beträgt ungefähr 7 Mio. m3, wobei aber nur ca. 4,5 Mio. m3 genutzt werden. Davon sind Stammholz, das für Möbel, Verpackungsmaterial und in der Bauindustrie verwendet wird. Der restliche Drittel ist Brenn- und Industrieholz aus dem neben Papier viele Plattenmaterialien hergestellt werden.

Nachhaltigkeit

Ökoprofil Holz

Holz ist eine erneuerbare Ressource, ein Rohstoff, der bei nachhaltiger Nutzung der Wälder nachwächst. Nachhaltig ist eine Entwicklung, wenn sie die Bedürfnisse aller Länder und Bevölkerungsgruppen der heutigen Generation erfüllt, ohne dass dadurch die Fähigkeit künftiger Generationen beeinträchtigt wird, ihre Bedürfnisse zu befriedigen, und wenn sie die Vielfalt der Natur, das heisst die Biodiversität [1], gewährleistet.

Die Gewinnung des Rohstoffes Holz hat wenige negative Auswirkungen, die noch vermindert werden können.

Bei der Verwendung von einheimischem Holz sind die Transportwege zur Verarbeitung relativ kurz. Die Verarbeitung erfolgt dezentral.

Die Verarbeitung kann erhebliche Umwelteinflüsse haben. Dabei sind die Schadstoffemissionen bei der Herstellung bestimmter Produkte und der Energieverbrauch zu nennen. Beide sind durch Anstrengungen der Industrie bereits vermindert worden und werden weiter reduziert. Positiv fällt ins Gewicht, dass ein grosser Teil des Energiebedarfs aus dem Rohstoff Holz selbst gedeckt werden kann.

Die Nutzung des Rohstoffs weist eine hohe Ausbeute auf: Die Nebenprodukte können industriell genutzt werden.

 

Die Anwendung von Holzwerkstoffen verbessert im allgemeinen die Umweltfreundlichkeit der Produkte. Dabei schneiden vor allem diejenigen Werkstoffe besonders gut ab, die bei ihrer Produktion Minuspunkte gesammelt haben: Gebäudewände aus Span- und Faserplatten sind energie-technisch besser als solche aus Massivholz.

Nachdem der Rohstoff Holz als Grundlage für die verschiedensten Produkte gedient hat, lässt er sich als CO2- neutraler Brennstoff nutzen. Die dabei auftretenden Emissionsprobleme sind durch die Wahl geeigneter Verbrennungsverfahren weitgehend lösbar, sogar für imprägnierte Hölzer.[2]


[1] Bio, griech. leben, Biodiversität Zusammenlebens verschiedener Lebensformen, z.B. Tieren und Pflanzen.

[2] Joseph Föhn, Luzern 1992

Arve - Königin der Alpen

Unser Freund, das Holz

"Holz tut einfach gut", erklärt Ludger Dederich, Architekt, Dozent und Leiter des Holzbau Deutschlandinstituts.

 

Holz wirkt wie ein naturheilkundliches Breitbandmedikament:

- es schützt das Klima, weil es Co2 bindet

- es spart Energie, denn es muss nicht extra hergestellt werden

- ein Haus aus Holz schont die fossilen Brennstoffreserven,

  weil es kaum beheizt werden muss, und hat ein behagliches Raumklima,

  weil seine Wände warm und obendrein atmungsaktiv sind

Was Ludger Dederich aber auch meint, ist, dass Holz unseren Sinnen guttut:

es fühlt sich warm und weich an, es duftet, es sieht schön aus und taugt zu überraschender und modernem Architektur.

 

Schöner wohnen thomas eichorn
Diplomarbeit Patrik Cavigelli SSMS

FSC

Das schweizerische Waldgesetz erfüllt die Nachhaltigkeitskriterien nach FSC.
Das Gütesiegel FSC (Forest Stewardship Council) garantiert für eine umwelt- und sozialgerechte Holzproduktion über die ganze Wertschöpfung hinweg.

Bäume - zum Wohnen

Holz ist ein natürlicher, hochwertiger und ästhetischer Werkstoff. Die Holzverwendung im Innenausbau und Holzmöbel schaffen eine behagliche Wohnatmosphäre. Holz lädt sich nicht elektrostatisch auf und zieht keinen Staub an. Parkettböden isolieren, sind fusswarm und federnd.

Der Ursprung eines Holzprodukts - eines Holztischs beispielsweise -  sind die Bäume im Wald. Bei der Holzernte werden gezielt die hiebsreifen Bäume gefällt. Die qualitativ hochwertigen Stämme werden für den Innenausbau und die Möbelherstellung verwendet. Bei der Holzverarbeitung entstehen praktisch keine Abfälle. Die Nebenprodukte sind vielfältig verwendbar als Rohmaterial oder für die Energiegewinnung.

Wer bewusst einkauft, achtet beim Innenausbau oder Bau mit Holz oder bei Holzmöbeln auf die Holzherkunft. Die Verwendung von Holz aus dem Schweizer Wald macht doppelt Freude. Sie unterstützt die regionale Wirtschaft. Und Schweizer Holz stammt mit Garantie aus naturnaher und nachhaltiger Waldbewirtschaftung. Bei Importholz fehlt oft der Nachweis der Herkunft und der Produktionsmethoden, oder er ist zweifelhaft. Ausserdem fallen bei der Verwendung von Schweizer Holz energieintensive Transporte über weite Distanzen weg.

Steckbrief:

Die Arve:

(Arve, pinus cembra, dschember, swiss stone pine) gehört zur großen botanischen Gattung der Kiefern.Sie ist in den Innenalpen auf 1600 bis ca 2850 m Meerhöhe verbreitet, und kann sogar bei Temperaturen bis minus 45 Grad bis zu 1200 Jahre alt werden. Der Wuchs der Arve ist stark von den Witterungseinflüssen geprägt. Alte Exemplare sind oft vom Wind zerzaust und durch Blitze und Schneebrüche deformiert. Das Höhenwachstum variiert je nach Standort aber im Normalfall wird sie rund 25 Metern hoch.

Arvenvorkommen

Vorkommen

Mit dem Abschmelzen des Eises wanderte die Arve zurück ins Gebirge und hatte während des Postglazials ihre größte Verbreitung. Die heutigen Vorkommen beschränken sich auf die westlichen Inneralpen in schwer zugängliche Gebieten (Wallis und Engadiner Alpen).

Nadeln:

Es sind jeweils fünf Nadeln an einem Kurztrieb, bläulich grün gefärbt und dreikantig mit stumpfer Spitze. Die 4 bis 8 cm langen Nadeln fallen nach 4 bis 6 Jahren vom Trieb ab. Der Streuabbau erfolgt sehr langsam und es kann zur Bodenversauerung kommen.

Blüte und Frucht:

Die Mannbarkeit wird im Bestand mit ca. 50 - 80 Jahren erreicht. Alle 6 bis 10 Jahre blühen die Arven in der Zeit von Mai bis Juli. Im September oder Oktober des Folgejahres sind die Zapfen voll ausgebildet und die Samen reif. Sie sind bis zu 8 mm groß, von einer dicken Schale umgeben und reich an Fett.

Rinde und Wurzel:

Die Rinde ist in der Jugend glatt, teilweise glänzend und silbriggraugrün gefärbt, später graubraun und etwas warzig, im Alter graubraun und rissig. In der Jugend hat die Arve eine Pfahlwurzel, im Alter kommt es jedoch zur Ausbildung eines weitreichenden Senkerwurzelsystems. An den Wurzelspitzen geht die Arve eine Symbiose mit Mykorrhizapilzen ein.

Standortsansprüche:

Die Arve gedeiht am besten auf tiefgründigen, mäßig bindigen, frischen Böden. In den Zentralalpen besiedelt sie saure Böden, es gibt jedoch auch Vorkommen in den Randalpen Sie ist in der Jugend eine Halbschattbaumart, später wird sie zur Lichtbaumart. Der Rohhumuskeimer ist sehr frosthart und stellt nur geringe Wärmeansprüche. Sie ist empfindlich gegen Frosttrocknis, Kronenbruch durch nassen Frühjahrsschnee, Verbiss- und Fegeschäden. Da sie in der Jugend besonders langsam wüchsig ist, wird sie lange durch den Schneeschimmel bedroht.

Holz:

Das Holz der Arve hat einen gelbrötlichen Kern und einen schmalen gelblichen Splint; es ist weich, leicht, dauerhaft und gut zu bearbeiten. Die zahlreichen festverwachsenen Äste der Arve bedeuten für das Holz keine Qualitätsminderung im Gegensatz zu den anderen Baumarten. Durch die dunklen Äste entsteht eine besonders schöne Zeichnung. Frisch geschlagenes Arvenholz bewahrt noch Jahrzehnte seinen charakteristische Duft, den man besonders in Arvenstuben wahrnimmt.

Die Härteste:

Die Arve ist ein Baum des Hochgebirges. Sie ist wie kein anderer an die rauhen klimatischen Bedingungen angepasst, und hält Fröste unter minus 40° C aus. Zusammen mit Lärchen ist sie an der oberen Baumgrenze auf bis zu 2500 m Höhe zu finden. Die höchstgelegene Arve der Schweiz wächst bei Saas Fee auf 2585 m Seehöhe! Ein Metusalem: Mit einer natürlichen Lebensdauer von 1200 Jahren wird die Arve nur noch von der Eibe und Eiche an Jahren übertroffen. Bedenkt man ihren unwirtlichen Lebensraum ist das ein ganz erstaunlicher Wert, denn nicht selten wird sie von Blitzen, Schnee und Frost bedroht. Das besondere Holz: Arvenholz ist das leichteste Holz aller heimischen Nadelholzarten. Es hat einen ganz regelmäßigen Jahrringaufbau und lässt sich leicht bearbeiten. Auch die zahlreichen dunklen Äste bereiten bei der Verarbeitung keine Probleme. Sie sind fest verwachsen und bewirken die charakteristische lebhafte Maserung des Arvenholzes. Das für den Gebrauch des Holzes wichtige Schwindmaß ist bei der Arve das geringste aller Nadelbäume. Dadurch ist es für wechselfeuchte Bereiche besonders gut einsetzbar. Aufgrund des im Arvenholz enthaltenen Pinosylvin haben Pilze und Bakterien kaum eine Chance das Holz anzugreifen. Für den Menschen besonders angenehm, bei Insekten aber nicht beliebt, ist der Duft des Arvennholzes. Er bleibt jahrelang erhalten und hat eine positive Wirkung auf das Wohlbefinden der Hausbewohner.

Eigenschaften und Einsatzmöglichkeiten von Arvenholzholz

· Als Kernholzbaumart farbliche Unterscheidbarkeit von Splintholz und Kernholz.

· Der anatomische Aufbau der Holzsubstanz ist sehr gleichmäßig,
  die Jahrringgrenzen sind gut erkennbar, der Kontrast zwischen Frühholz und
  Spätholz ist gering.

· Charakteristisch sind die zahlreichen, festverwachsenen, rotbraunen Äste,
  die sich glatt schneiden lassen und beim Hobeln nicht reißen.

· Arvenholz ist leicht einzuschneiden, zu trocknen und mechanisch gut
  bearbeitbar und neigt bei der Trocknung nicht zur Rissbildung

· Arvenholz gehört neben dem Lärchenholz zur dauerhaftesten heimischen
  Nadelholzart.

· Aufgrund des hohen Gehaltes an Holzinhaltsstoffen weist das Arvenholz einen
  angenehmen Geruch auf, der sich über lange Zeit hält.

· Arvenholz enthält bis zu 0,5% Pinosylvin. Für diese Substanz ist eine toxische
  Wirkung gegenüber Schadorganismen (Pilze, Bakterien) nachgewiesen.

· Die Arve ist mit einer mittleren Darrdichte von rund 400 kg/qm die leichteste
  heimische Nadelholzart.

· Arvenholz weist das geringste Schwindverhalten aller einheimischer
  Nadelholzarten auf.

Die Dimensions- und Formstabilität hat zur Folge, dass Arvenholz kaum zu Rissbildung und Verdrehung neigt.

Foto: F. Wierer

Unzertrennlich: Arve und Tannenhäher

Der Tannenhäher (Nucifraga caryocatactes) gehört wie der Eichelhäher, die Alpendohle oder die Elster zur Familie der Rabenvögel. Ein ausgewachsener Häher misst etwa 30 Zentimeter und wird bis 200 Gramm schwer. Der Tannenhäher lebt in den Alpen von 700 bis 2200 Meter, kommt aber auch im Jura vor. Meist verrät ein schnarrendes "Trää-trää-trää" seine Anwesenheit. Die Brutzeit dauert von Mitte März bis Ende Juli. Er ernährt sich und seine Nachkommen fast nur von Arvennüsschen oder in Gebieten ohne Arven von Haselnüssen und anderen Waldfrüchten. Nach der Jungenaufzucht ist der Häher von früh bis spät damit beschäftigt, Vorräte für ein ganzes Jahr anzulegen.

Der Vogel geriet früher aufgrund seiner eifrigen Sammeltätigkeit in Verruf und wurde bis in die 1960er-Jahre bejagt. Zuerst, weil er als direkter Nahrungskonkurrent des Menschen auftrat, später, weil man glaubte, er würde wegen seines grossen Appetits die natürliche Verjüngung der Arve behindern. Der Tannenhäher war schon fast ausgerottet, als diverse Forschungen belegen konnten, wie wichtig seine Sammeltätigkeit gerade für die natürliche Arvenverjüngung ist. Seither ist der Tannenhäher geschützt.

versteckte Nuss. Kurt Bolmann

Lebensgemeinschaft mit dem Tannenhäher

Nicht nur für uns Menschen, auch für den Tannenhäher stellen Arvensamen eine willkommene Nahrung dar. Da Arvensamen schwer sind und keine Flughilfen haben, ist die Arve auf die Ausbreitung durch Tiere, hauptsächlich den Tannenhäher, angewiesen. Dies ist auch der Grund, weshalb man selten intakte Arvenzapfen zu Gesicht bekommt.

Die allermeisten reifen Zapfen fallen nicht vom Baum, sondern werden von Tannenhähern geholt und zu sogenannten Zapfenschmieden transportiert. Das sind Baumstrünke oder Astgabeln, wo die Zapfen eingeklemmt und wie auf einer Werkbank mit dem kräftigen Schnabel bearbeitet werden. Die Samen werden entweder sofort geöffnet und gegessen oder ungeöffnet als Vorrat gelagert. Dafür geeignete Verstecke sind Baumstrünke, grössere Steine, Felsblöcke, Böschungen oder Geländekanten, und dies bis über die Waldgrenze hinaus.

Solche Stellen weisen auch im Winter eine nicht zu dicke Schneedecke auf und können vom Häher leicht wiedergefunden werden. Die Verstecke werden etwa zwei Zentimeter tief in der Streuschicht angelegt. Auf seinen Transportflügen kann ein Häher mit bis zu 100 Samen in seinem Kehlsack Distanzen von 15 Kilometern und bis 600 Höhenmeter überwinden.

Ein Häher legt innerhalb einer Saison ungefähr 10'000 Verstecke mit je bis zu zehn Nüsschen an. Die versteckten Samen sind von bester Qualität, denn schlechte Samen vermag der Vogel auszusortieren. Ungefähr 80% der Verstecke findet der Tannenhäher später wieder – auch im Winter unter der Schneedecke. Die verbleibenden Verstecke sind jedoch nicht verloren, sondern für die Arve überlebenswichtig. Denn was für den Tannenhäher ideale Verstecke sind, bietet auch geeignete Bedingungen für die Keimung der Samen.

So sorgt der Häher für eine natürliche Verjüngung der Arve im Gebirgswald und durch die Transportflüge auch für deren Ausbreitung an Orte, wo bisher keine Arven stehen. Auf Bergtouren kann man immer wieder solche Hähersaaten als Ansammlungen von Jungarven entdecken. Für den Fall, dass die Häher alle ihre Vorräte vertilgen, ist die Arve ebenso gerüstet: Alle vier bis fünf Jahre sorgen Mastjahre dafür, dass es so viele Zapfen gibt, dass unmöglich alle Samen aufgefressen werden können.